Sternstunde Philosophie

Sternstunde Philosophie

Vertiefende Gespräche mit herausragenden Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft und Politik. Die Sternstunde Philosophie vermittelt lebensnahe Denkanstösse zu zentralen Fragen unserer Zeit.
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Bölümün özeti

In diesem Gespräch mit dem Biologen Kurt Kotrschall wird die tiefe, evolutionäre Verbindung zwischen Mensch, Hund und Wolf beleuchtet. Der Experte erläutert, dass die Domestikation des Hundes auf einer sozialen Kooperation basiert, die bereits vor 40.000 Jahren begann, und dass diese Beziehung für die menschliche Entwicklung essenziell ist. Der Beitrag thematisiert zudem die ethischen Herausforderungen der modernen Veterinärmedizin sowie das Spannungsfeld zwischen Mensch und Wolf, wobei der Wolf als politisch aufgeladene Symbolfigur analysiert wird. Abschließend wird die Notwendigkeit eines neuen Menschenbildes diskutiert, das Tiere als Mitgeschöpfe betrachtet und den Schutz von Ökosystemen als existenzielle Notwendigkeit betont.

Bölümler

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Öne çıkanlar

Wenn man über Hunde und Tiere spricht, sprechen wir immer über den Menschen. Es geht letztlich immer um uns selber und das ist eigentlich die Schlüsselgeschichte.

00:01:05 · Der Gast betont, dass die Erforschung der Tierbeziehung im Kern eine Untersuchung der menschlichen Natur ist.

Das Hauptproblem unserer Zeit sind die ängstlichen Hunde in der Hand ängstlicher Menschen, die von ängstlichen Hundetrainerinnen betreut werden.

00:26:15 · Ein Zitat über den Zusammenhang zwischen der psychischen Verfassung der Menschen und dem Verhalten ihrer Hunde.

Wir reden alle von der Klimakrise, fürchten uns von der Hitze, aber vergessen dabei ganz, dass eigentlich die Biodiversitätskrise die bei Weitem bedrohlichere Krise ist.

00:31:15 · Der Sprecher weist auf die unterschätzte Gefahr des Artensterbens im Vergleich zur Klimakrise hin.

Spätestens seit dem Sesshaftwerden der Menschen ist der Wolf das politischste aller Tiere.

00:49:56 · Der Sprecher erläutert, warum der Wolf eine so starke kulturelle und politische Aufladung in der menschlichen Geschichte besitzt.

Sie wollen eigentlich, dass wir Menschen uns nicht mehr als Zoo und Politikon verstehen [...] sondern als biofiele Wesen.

00:53:10 · Der Moderator fasst die philosophische Vision des Gastes zusammen, ein neues Verständnis der menschlichen Rolle in der Natur zu entwickeln.

Bölümler

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Warum uns Hunde glücklich machen und Wölfe weise

In diesem Gespräch mit dem Biologen Kurt Kotrschall wird die tiefe, evolutionäre Verbindung zwischen Mensch, Hund und Wolf beleuchtet. Der Experte erläutert, dass die Domestikation des Hundes auf einer sozialen Kooperation basiert, die bereits vor 40.000 Jahren begann, und dass diese Beziehung für die menschliche Entwicklung essenziell ist. Der Beitrag thematisiert zudem die ethischen Herausforderungen der modernen Veterinärmedizin sowie das Spannungsfeld zwischen Mensch und Wolf, wobei der Wolf als politisch aufgeladene Symbolfigur analysiert wird. Abschließend wird die Notwendigkeit eines neuen Menschenbildes diskutiert, das Tiere als Mitgeschöpfe betrachtet und den Schutz von Ökosystemen als existenzielle Notwendigkeit betont.

12 Eyl 2026
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Funktionierst Du noch, oder lebst Du schon?

In diesem Gespräch mit dem Soziologen Hartmut Rosa diskutiert die Moderatorin Olivia Röllin das Spannungsfeld zwischen dem 'Vollziehen' von Regeln und dem echten 'Handeln'. Rosa erläutert, dass sich der Mensch lebendig fühlt, wenn er auf Situationen individuell reagieren kann, während automatisierte Abläufe und bürokratische Vorgaben zu Entfremdung führen können. Der Austausch beleuchtet zudem die Gefahr, dass durch zunehmende Reglementierung und technologische Überwachung die emotionale Verbindung zum Handeln verloren geht. Rosa plädiert für mehr Eigenverantwortung und Spielräume in Berufen wie der Pflege oder Lehre, um die Komplexität des Lebens nicht durch starre Protokolle und Optimierungsdruck zu ersticken.

05 Eyl 2026
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Wie Tiere den Tod verstehen – und was das über uns verrät

In diesem Podcast diskutiert die Philosophin Susanna Monso über das Verständnis von Tod und Sterblichkeit in der Tierwelt. Dabei wird zwischen instinktiven Reaktionen, wie bei Ameisen, und komplexeren kognitiven Verhaltensweisen bei Elefanten, Orcas oder Primaten unterschieden. Die Episode erörtert zudem die Unterscheidung zwischen Trauer und dem Bewusstsein für die eigene Endlichkeit sowie das Konzept eines minimalen Todesverständnisses. Abschließend wird die philosophische Bedeutung der Akzeptanz unserer eigenen Tierhaftigkeit und des Sterbens als universellem Teil des Lebenszyklus thematisiert.

29 Ağu 2026
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Dicke Körper, dünne Moral: Kate Manne über Fettfeindlichkeit

In diesem Interview diskutiert die Philosophin Kate Mann über Fettfeindlichkeit als eine Form der Diskriminierung, die eng mit Misogynie, Rassismus und Klassismus verknüpft ist. Sie thematisiert die medizinische Vernachlässigung übergewichtiger Menschen sowie den gesellschaftlichen Druck zur Gewichtsreduktion trotz wissenschaftlicher Belege für die Unwirksamkeit von Diäten. Die Diskussion beleuchtet zudem die Rolle der Pharmaindustrie bei der Pathologisierung von Körpermerkmalen und die ökonomischen Interessen der Schönheitsindustrie. Abschließend wird das Konzept der 'Body Reflexivity' als Alternative zu herkömmlichen Ansätzen vorgestellt sowie die Notwendigkeit von Antidiskriminierungsgesetzen erörtert.

22 Ağu 2026
261-

Was ist psychisch krank? Über Normalität und Wahnsinn

Leon Engler und Michael Hagner diskutieren die zunehmende Komplexität psychiatrischer Diagnosesysteme wie dem DSM und die damit verbundene Gefahr der Pathologisierung alltäglicher menschlicher Zustände. Das Gespräch beleuchtet die historische Entwicklung der Psychiatrie von grausamen Zwangsmethoden bis hin zur modernen Psychopharmakologie sowie die philosophischen Perspektiven von Foucault und Erich Fromm auf Machtstrukturen und soziale Ungleichheit. Darüber hinaus werden gesellschaftskritische Aspekte wie die Antipsychiatrie-Bewegung, die intergenerationale Weitergabe von Traumata durch Epigenetik und die Bedeutung narrativer Prozesse thematisiert. Die Episode untersucht das Zusammenspiel von genetischer Vulnerabilität und sozialen Umwelteinflüssen sowie die Rolle der Erzählung bei der Bewältigung psychischer Erfahrungen.

15 Ağu 2026